Gemeindeleben/Bildergalerien

Der neue Look 2006

Einstmals klein gepflanzt, sind so manche Bäume im Laufe der Jahre über die Massen gross geworden. Und so mussten auf der Westseite etliche einem kleineren Gehölz weichen.

Gemeindefest 2006

Am Sonntag den 18.06.2006 haben wir gleich nach dem Gottesdienst bei herrlichem Sommerwetter zusammengesessen bei Grillfleisch, kühlem Bier und Eis. Hier ein paar Impressionen.

Gemeindeausflug 2006

Am Sonntag den 15.10.2006 machten wir bei herrlichen Herbstwetter einen Gemeindeausflug. Zuerst trafen wir uns nach dem Gottesdienst zum gemeinsamen Mittagessen im Rössle in Westerheim. Bei Rehragout, Zwiebelrostbraten oder Schweinshaxen war für jeden was Leckeres dabei, auch wenn manch einer Geduld beweisen musste, bis er endlich drankam.

Gut gestärkt ging es um 15 Uhr zur Besichtigung in die Schertelshöhle, in der es so kalt war, dass sich wohl bloss Fledermäuse drin wohl fühlen. Na ja, im Winter kehren sich die Verhältnisse dann um und es drinnen wärmer als draussen. Leider ist unsere Uschi Knapp auf dem Weg zur Höhle auf dem feuchten Laub ausgerutscht und hat sich so stark verletzt, dass sie noch in der selben Nacht operiert werden musste. Wir wünschen ihr gute Besserung, auf dass alles schnell und gut verheilt.

Und nach der Schertelshöhle zog es die Wanderlustigen noch in die herrliche Herbstlandschaft. Aber zuerst haben unsere Kids mit Taschenlampen ausgerüstet die Nachbarhöhle, das "Steinerne Haus", erkundet, in der es wirklich stockfinster war. Am Ende gibt es noch einen schmalen Durchgang von weniger als 50 cm Höhe, der im Winter den Bereich absperrt, den die Tiere als Unterschlupf nutzen. Jetzt war er noch offen und auf allen Vieren konnte man reinkriechen.

Ein wunderschöner Weg durch den Herbstwald führte uns dann zum Filsursprung. Im Sommer könnte man dort sicherlich herrlich seine Füsse kühlen. Wir haben noch unsere letzten Vorräte aus dem Rucksack gekramt, und dann ging es wieder zurück. Ein schöner Tag ging zu Ende.

Weihnachten 2006

Am Sonntag den 14.12.2006 traffen wir uns zur Weihnachtsfeier.
Es gab ein buntes und doch besinnliches Programm von Jung und Alt für Jung und Alt.

Nachfolgend eine besinnlich-heitere Apfent Geschichte (die auch so vorgetragen wurde).

Der Apfent ist die schönste Zeit vom Winter. Die meisten Leute haben im Winter eine Grippe. Die ist mit Fieber. Wir haben auch eine, aber die ist mit Beleuchtung, und man schreibt sie mit "K". Drei Wochen, bevor das Christkindl kommt, stellt Papa die Krippe im Wohnzimmer auf, und meine kleine Schwester und ich dürfen mithelfen. Viele Krippen sind langweilig, aber die unsere nicht, weil wir haben mordstolle Figuren darin.

Ich habe einmal den Josef und das Christkindl auf den Ofen gestellt, damit sie es schön warm haben, und es war ihnen zu heiss. Das Christkindl ist schwarz geworden, und den Josef hat es auf lauter Trümmern zerrissen. Ein Fuss von ihm ist bis in den Plätzlteig geflogen, und es war kein schöner Anblick. Meine Mama hat mich geschimpft und gesagt, dass nicht einmal die Heiligen vor meiner Blödheit sicher sind. Wenn Maria ohne Mann und ohne Kind herumsteht, schaut es nicht gut aus.

Dazu habe ich nach Ersatz gesucht in meiner Spielkiste, und der Josef ist jetzt der Donald Duck. Als Christkindl wollte ich den Asterix nehmen, weil der ist als einziger so klein, dass er in den Futtertrog gepasst hätte. Da hat meine Mama gesagt, man kann doch als Christkindl keinen Asterix hernehmen, da ist ja das verbrannte Christkindl noch besser. Es ist schwarz, aber immerhin ein Christkindl.

Hinter dem Christkindl stehen zwei Oxen, ein Esel, ein Nilpferd und ein Bronto-Saurier. Das Nilpferd und den Saurier habe ich hineingestellt, weil der Ox und der Esel waren mir allein zu langweilig. Links neben dem Stall kommen gerade die heiligen drei Könige daher. Ein König ist dem Papa im letzten Apfent beim Putzen heruntergefallen und war total hin. Jetzt haben wir nur mehr zwei heilige Könige und einen heiligen Batman als Ersatz. Normal haben die heiligen drei Könige einen Haufen Zeug für das Christkindl dabei, nämlich Gold, Weihrauch und Püree oder so ähnlich. Von den unseren hat einer anstatt Gold ein Kaugummipapierl dabei, das glänzt auch schön. Der andere hat eine Marlboro in der Hand, weil wir keinen Weihrauch haben. Aber die Marlboro raucht auch schön, wenn man sie anzündet. Der heilige Batman hat eine Pistole dabei. Das ist zwar kein Geschenk für das Christkind, aber damit kann er es vor dem Saurier beschützen. Hinter den drei Heiligen sind ein paar rothäutige Indianer und ein kaasiger Engel. Dem Engel ist ein Fuss abgebrochen, darum haben wir ihn auf ein Motorrad gesetzt, damit er sich leichter tut. Rechts neben den Stall haben wir ein Rotkäppchen hingestellt. Es hat eine Pizza und drei Weizen für die Oma dabei und reisst gerade eine Marone ab. Einen Wolf haben wir nicht, darum lurt hinter dem Baum ein Bummerl als Ersatzwolf hervor.

Mehr steht in unserer Krippe nicht, aber das reicht voll. Am Abend schalten wir die Lampe an, und dann ist unsere Krippe erst so richtig schön. Wir sitzen so herum und singen Lieder vom Apfent, manche gefallen mir, aber die meisten sind mir zu lusert. Mein Opa hat mir ein Gedicht vom Apfent gelernt und es geht so: "Apfent, Apfent, der Bärwurz brennt. Erst trinkst oan, dann zwoa, drei, vier, dann haut's dich mit dein Hirm an d'Tür." Obwohl dieses Gedicht recht schön ist, hat Mama gesagt, dass ich es mir nicht merken darf.

Im Apfent wird auch gebastelt. Wir haben eine grosse Schüssel voll Nüsse und eine kleine voll Goldstaub. Darin wälzen wir die Nüsse, bis sie golden sind, und das Christkindl hängt sie später an den Christbaum. Man darf nicht fest schnaufen, weil der Goldstaub ist total leicht und er fliegt herum, wenn man hin schnauft. Einmal habe ich vorher in den Goldstaub ein Niespulver hineingetan, und wie mein Vater die erste Nuss dann gewälzt hat, tat er einen Nieserer, dass es ihn gerissen hat, und sein Gesicht war golden und die Nuss nicht. Mama hat ihn geschimpft, weil er keine Beherrschung nicht hat, und sie hat gesagt, er stellt sich dümmer an als wie ein Kind.
Meinem Vater war es recht zuwider,und er hat nicht mehr mitgetan. Er hat gesagt, dass bei dem Goldstaub irgent etwas nicht stimmt, und Mama hat gesagt, dass höchstens bei ihm etwas nicht stimmt. Ich habe mich sehr gefreut, weil es war insgesamt ein lustiger Apfentabend.

Kurz vor Weihnachten müssen wir unsere Wunschzettel schreiben. Meine Schwester wünscht sich meistens Puppen, aber sonst ein Glump. Ich schreibe vorsichtshalber gleich mehr Sachen drauf, und zum Schluss schreibe ich dem Christkindl, es soll einfach soviel kaufen, bis das Geld ausgeht. Meine Mama sagt, das ist eine Unverschämtheit, und irgentwann bringt mir das Christkindl gar nichts mehr, weil ich nicht bescheiden bin. Aber bis jetzt habe ich immer etwas gekriegt. Und wenn ich gross bin und Geld verdiene, dann kaufe ich mir selber etwas und bin überhaupt nicht bescheiden. Dann kann sich das Christkindl von mir aus ärgern, weil dann ist es mir wurscht. Bis man schaut, ist der Apfent vorbei und Weihnachten auch, und mit dem Jahr geht es dahin. Die Geschenke sind ausgepackt, und man kriegt bis Ostern nichts mehr, höchstens wenn man vorher Geburtstag hat. Aber eines ist g'wiss: Der Apfent kommt immer wieder!